Zur Person:

Thomas Lindauer ist Co-Leiter des Zentrums Lesen der PH FHNW. Er ist Sprachwissenschaftler und Sprachdidaktiker. Er war Mitglied der Hochschulleitung der PH FHNW in seiner Funktion als Leiter a.i. des Instituts Forschung & Entwicklung der PH FHNW.
Er hat das Projekt zur empirischen Fundierung der EDK-Grundkompetenzen für Schulsprache geleitet sowie den Lehrplan 21 als deutschdidaktischer Co-Leiter mitentwickelt. Er ist fachdidaktischer Co-Leiter des Sprachlehrmittels «Die Sprachstarken 2–9», des DaZ-Diagnoseinstruments «Sprachgewandt» und verschiedener Forschungs- und Entwicklungsprojekte (bspw. «Fachkonzept integrierte Sprachförderung» des Volksschulamts der Bildungsdirektion Zürich). Er ist zudem in verschiedenen nationalen und internationalen Projekten zur Schul- und Unterrichtsentwicklung tätig, unter anderem in der Bund-Länder-Initiative «Bildung durch Sprache und Schrift» (BiSS) in Deutschland.
Schliesslich ist er Mitglied der Kerngruppe «Qualifikationsinitiative wissenschaftlicher Nachwuchs für die Schulsprachdidaktik» (swissuniversities) und in der Kerngruppe internationalen Forschungsgruppe dieS (didaktisch integrierte empirische Schreibforschung) und Vertreter der EDK im «Rat für deutsche Rechtschreibung».
Er ist Mitbegründer des «forums deutschdidaktik» – der Schweizer Vereinigung für Deutschdidaktik – und war als Ausrichter des Symposions Deutschdidaktik in Basel Mitglied des Vorstands der internationalen Vereinigung der Deutschdidaktik SDD.

Zum Referat:

Ein Lehrmittel ist ein Instrument zuhanden einer Lehrperson, mit dem sie ihren Unterricht bzw. ihre Lehr- und Lernprozesse gestalten kann. Der optimale Umgang mit einem Lehrmittel muss wie das Spielen eines Musikinstruments gelernt und geübt werden, dies immer mit Blick auf den eigentlichen Einsatz im Schulzimmer. Dafür müssen Lehrpersonen einerseits die Konstruktionsweise und die Funktion eines Lehrmittels verstehen, andererseits müssen sie im Gebrauch dieses Instruments soweit geübt sein, dass sie es in ihrem Unterricht souverän einsetzen können. Das heisst, es ist sowohl dekontextualisiertes Verstehen wie auch ein Lernen in der Interaktion mit den Schülern und Schülerinnen nötig, damit Lehrpersonen ihr Instrument «Lehrmittel» wirklich beherrschen.
Im Input werden Aufgaben formuliert, welche sich unter dieser Perspektive für die pädagogischen Hochschulen ergeben.

Webseite FHNW, Prof. Dr. Thomas Lindauer