Glossar

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Begriff Definition
ameglia

Mit ameglia werden die Kantone bei der Lehrmittelplanung unterstützt. ameglia wird zudem für die Erhebung der unterrichtsleitenden Lehrmittel verwendet, die dann im Lehrmittelspektrum aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: www.ilz.ch

catalonia

Mit der Datenbank catalonia führt die Geschäftsstelle ein internes Lehrmittelverzeichnis. Die öffentlichen Verlage und Lehrmittelstellen verwenden diese zur jährlichen Aktualisierung ihrer Katalogdaten. catalonia umfasst rund 2300 Artikel, darunter die rund 1350 Artikel im Programm der ilz.

Quelle: www.ilz.ch

catalonia.access

Die ilz koordiniert die Lehrmittelübertragungen für Sehbehinderte und Blinde. In catalonia.access erfassen Blindenmedien-Institutionen und Blindenschulen Lehrmittelübertragungen für Sehbehinderte und Blinde. Die Datenbank enthält rund 700 Lehrmittelübertragungen (Stand Ende 2017).

Quelle: www.ilz.ch

Erprobung

Erprobungen werden während der Entwicklung der Lehrmittel durchgeführt. Sie finden in der Regel im Auftrag des produzierenden Verlags statt und werden von der Projektleitung organisiert und ausgewertet. Man unterscheidet zwischen punktuellen und integralen Erprobungen.

Bei punktuellen Erprobungen werden einzelne Kapitel oder einzelne Teile eines Lehrmittels im Unterricht erprobt. Gelegentlich werden bei punktuellen Erprobungen auch nur skizzierte Ideen von Autorinnen und Autoren in ausgewählten Schulklassen ausprobiert.

Im Rahmen von integralen Erprobungen werden ganze Lehrwerke (oft in einem provisorischen Layout) in Klassen getestet. Die Lehrperson erhält in diesem Fachbereich eine Bewilligung des Kantons zur Verwendung des Erprobungslehrmittels. Soweit möglich sind ganze Teams oder ganze Schulhäuser in eine Erprobung involviert, damit die Heterogenität der Lehrpersonen abgebildet werden kann.

Die Ergebnisse der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern werden zusammen mit der betreffenden Lehrperson und den Autorinnen und Autoren ausgewertet und für die Überarbeitung der Manuskripte aufbereitet.

falesia

falesia ist eine webbasierte Koordinations- und Informationsplattform zuhanden der kantonalen Lehrmittelverantwortlichen. Diese können ihre Lehrmittelplanung auf den aktuellsten Stand bringen und müssen lehrmittelspezifische Informationen nicht mehr individuell recherchieren. falesia orientiert sich an den Fachbereichen und Zyklen des Lehrplans 21.

Quelle: www.ilz.ch

Interkantonale Lehrmittel

Als interkantonale Lehrmittel bezeichnet die ilz diejenigen Lehrmittel, an denen (in der Regel mehrere) Mitglieder der ilz beteiligt sind oder die im Rahmen der ilz entwickelt und koordiniert werden.
Interkantonale Lehrmittel werden auf Beschluss der Konferenz der kantonalen Lehrmittelverantwortlichen KKL ins Programm der ilz aufgenommen und mit dem Signet der ilz versehen. Diese Lehrmittel werden von allen Kantonen mit Lehrmittelstellen oder Verlagen angeboten.

Interkantonale Lehrmittelzentrale ilz

Die Interkantonale Lehrmittelzentrale ilz ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit der Kantone und des Fürstentums Liechtenstein. Sie unterstützt die Bildungsdirektionen bei der Sicherstellung eines qualitativ hochstehenden Angebots an Lehrmitteln, kann die Initiierung und Konzeption lehrplankonformer, praxisorientierter und preisgünstiger Lehrmittel koordinieren und unterstützt die kantonalen Lehrmittelverantwortlichen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Sie erbringt verschiedene Dienstleistungen im Bereich der Lehrmittelkoordination.

Kaderkurse

Bei der Einführung neuer Lehrmittel finden in den meisten Kantonen obligatorische oder freiwillige Weiterbildungskurse statt. Die ilz bietet in Zusammenarbeit mit den Kantonen eine gemeinsame Ausbildung der Kurskader an und vermittelt bei Bedarf Fachleute für kantonsinterne Kurse. Sie hat dazu ein Konzept zur Kaderausbildung erarbeitet.

Kompetenzorientierung in Lehrmitteln

Der Lehrplan 21 legt für alle Fachbereiche die Kompetenzen fest, die die Schülerinnen und Schüler erwerben sollen. Dazu brauchen die Lehrpersonen Lehrmittel, die diese Kompetenzorientierung aufnehmen und unterrichtsnah umsetzen. Die ilz hat 2012 an Beispielen aus dem Lehrmittel Sprachwelt Deutsch aufgezeigt, wie die Kompetenzorientierung für den Unterricht konkretisiert werden kann. Sie hat sich dabei an 6 Grundsätzen orientiert: (1) Abstützung auf die Kompetenzbereiche des Lehrplans 21, (2) Förderung der Kompetenzentwicklung der Lernenden, (3) Berücksichtigung des Vorwissens der Lernenden, (4) Aktivierende Lernaufgaben, (5) Instrumente zur Selbst- und Fremdbeurteilung und (6) Planungs- und Orientierungshilfen für Lehrerinnen und Lehrer.

Referenzdokument: Kompetenzorientierung in Lehrmitteln, ilz 2012

Koordination und Harmonisierung

Koordination und Harmonisierung sind in den letzten Jahren zu wichtigen Zielsetzungen schweizerischer Bildungspolitik geworden. Sie sind konkretisiert in den Bildungsartikeln der Bundesverfassung und im HarmoS-Konkordat sowie bei der Umsetzung der neuen Bestimmungen. Die ilz leistet ihren Beitrag dazu, indem sie die Lehrmittelarbeiten der Kantone und öffentlichen Verlage – soweit diese es vorsehen - koordiniert. Dabei sollen die kulturelle und bildungspolitische Eigenständigkeit der Kantone und eine angemessene Vielfalt an Lehrmitteln erhalten bleiben.

Lehrmittel

Unter Lehrmittel versteht die ilz Lehr-, Lern- und Arbeitsmittel in analoger oder digitaler Form, die Kompetenzen und Lerninhalte konkretisieren und für den Unterricht didaktisch aufbereiten (in Anlehnung an die Definition von «Schulbuch» in Sandfuchs 2010, S. 19). Sie enthalten sowohl Materialien für Lehrpersonen als auch für Schülerinnen und Schüler.

Lehrmitteleinführung

Wenn neue Lehrmittel in den Schulen eingeführt werden, braucht es eine Auseinandersetzung der Lehrerinnen und Lehrer mit den didaktischen Grundlagen, der Ausrichtung und dem Einsatz im
Unterricht. Dies geschieht in der Regel im Rahmen von Weiterbildungsveranstaltungen, die von den Kantonen angeordnet werden. Aktuell kann die Lehrmitteleinführung in den Kantonen mit der
Umsetzung des Lehrplans 21 kombiniert werden. Die ilz kann bei Lehrmitteln aus ihrem Programm die Einführung bspw. in Form von Kaderkursen unterstützen.

Lehrmittelevaluation

Die Kantone müssen regelmässig über den Ersatz von bestehenden Lehrmitteln entscheiden. Diesen Entscheid fällen sie in der Regel auf der Grundlage einer Evaluation verschiedener Lehrmittel. Dabei werden in Frage kommende Lehrmittel nach bestimmten Kriterien verglichen. Um die Kantone bei der Lehrmittelevaluation zu unterstützen, hat die ilz mit levanto ein webbasiertes Instrument entwickelt. Das Instrument und die entsprechenden Auswertungsgrafiken dienen den kantonalen Gremien als Entscheidungsgrundlage.

Referenz: Kriterienraster unter www.levanto.ch

Lehrmittelkonzept

Im Lehrmittelkonzept werden in der Regel die nachfolgenden Inhalte operationalisiert dargestellt: Allgemeine Zielsetzungen, didaktische Ausrichtung, Lehrwerkteile, Projektorganisation, Zeitplan, Erprobung, Status und Implementation im Schulfeld. Die Konzeptentwicklung ist durch das frühzeitige Einholen der Meinung von Lehrpersonen, Verbandsvertretungen, Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktikern – kantonal und interkantonal – breit abgestützt.

Lehrmittelkoordination

Im Rahmen der Arbeiten zur Erneuerung des Statuts hat die ilz 2009 ihr Koordinationsverständnis formuliert: Die ilz sorgt für eine Grundversorgung mit Lehrmitteln und bereitet als Kompetenzzentrum die fachlichen Grundlagen der Lehrmittelentwicklung auf. Sie leistet Vorarbeiten für neue Lehrmittel und unterstützt Konzeptentwicklungen. Schliesslich fördert sie eine bedürfnisgerechte und lehrplankonforme gemeinsame Lehrmittelentwicklung. Zudem unterstützt sie die Kantone bei der Beurteilung und bei der Einführung von Lehrmitteln.